29. Jänner 2022 am Bürglkopf

Wir waren gestern wieder im Isolationslager Bürglkopf in Fieberbrunn, um ein paar Kleidungsstücke, Guthaben und Tabak vorbeizubringen. Längere Gespräche sind seit September kaum mehr möglich, denn: die BBU, welche das Lager betreut, hat das gesamte Gelände zum Privatgelände erklärt. Seitdem kann man sich vor den Gebäuden des Lagers kaum länger als 5 Minuten aufhalten, bis eine*n Mitarbeiter vom Gelände vertreiben. Parken soll man über 200m vom Haus entfernt vor der letzten Kurve der Forststraße – also an einem Ort, an dem eine*n keiner der Bewohner sieht. Dort wäre es uns dann noch erlaubt, uns mit den Bewohnern zu unterhalten. Die (für die Unterbringung und Rechtsberatung geflüchteter Menschen zuständige) BBU führt als Grund dafür die Betretungsverordnung und den “Schutz ihrer Klienten” an. Wir fordern weiterhin: Schluss mit der Isolation und Schließung des Lagers.

Bildet Banden

Liebe Mädchen, Frauen, Lesben, inter*, nichtbinäre, trans und agender Personen,
liebe FLI*NTAs,

Wir müssen Übergriffe auf uns, weil wir FLI*NTAs sind, stärker politisieren und bekämpfen. Schweige nicht, wenn dir etwas wiederfährt, du bist nicht Schuld! Bewaffnet euch mit Pfefferspray, geht zum Kampfsport, schlagt die Männer zurück. Wenn uns die Polizei keine Gerechtigkeit gibt und auch das Gericht nicht, müssen wir sie anders einfordern und die patriarchalen Angriffe abwehren. Rache gegen Sexisten ist legitim! Sich wehren sowieso.

Wir FLI*NTAs erleben an unseren eigenen Körpern und Geistern, wie sich die
Idee, dass wir weniger wert sind, in uns einschreibt. Viele Menschen, leider auch FLI*NTAs, glauben tatsächlich, dass dem so ist: Patriarchale Denkmuster sind eine Ideologie, mit der wir alle teilweise bis sehr sozialisiert sind. Es gibt aber auf dieser Welt noch sehr viele andere Menschen (und nichtmenschliche Tiere), die aufgrund von Ungleichheiten kein gutes Leben in dieser Welt führen können. Alle diese Menschen sind unsere Mitstreiter*innen und wir müssen zusammen kämpfen: Gegen Rassismus, für eine solidarisch organisierte Wirtschaft und für die feministische Revolution!

Um diese Ziele zu erreichen, brauchen wir Pläne und vor allem Organisation. Umso mehr Gruppen es gibt, die den patriarchalen Alltag stören, desto stärker werden wir. Tut euch zusammen, bildet eine FLI*NTA-Bande, fangt an, kollektiv zu handeln: Lest, bildet euch, schreibt. Diskutiert miteinander was euch stört – und wie ihr es ändern könntet. Fangt an zu handeln!

31 Feminizide 2021

Im Jahr 2021 wurden 31 Feminizide verübt – es wurden 31 FLI*NTAs ermordet.
Wir werden nicht aufhören, unsere Wut, Verletzung und Enttäuschung gegenüber dem Staat, dem Patriarchat und allen Beteiligten und Verantwortlichen weiter auf die Straße zu tragen.
Wir machen dafür das System, in dem wir leben müssen, verantwortlich, das hegemoniale Gewalt und Macht reproduziert und das auf Kosten von FLI*NTAS und anderer Minderheiten.
Nehmt ihr uns eine, antworten wir alle! Auch im neuen Jahr!

Freitag, 25. Februar – Offener Kunst- und Werkraum (Infokränzchen)

Offener Kunst- und Werkraum

ab 14:00 Café Lotta
Das letzte Inofkränzchen in Monat ist ein offener Kunst- und Werkraum.
Ein Offener Raum um zusammen zu malen, schneiden, löten, siebdrucken, schnitzen, nähen und gestalten. Ob Patches, Poster, Transpis, Collagen, Zines und vieles mehr. Bringt mit was ihr wollt. Für Farben, Stoffe, Papier, Lötzeugs, Siebdrucksieb, Snacks, Drinks, Kaffee und Kuchen ist gesorgt.  14:00 bis ca 19 uhr

Freitag, 18. Feber – Infokränzchen

Infokränzchen

ab 14:00 im Café Lotta
(ab jetzt immer freitags) ‘Ihr wollt nicht mehr zuhause allein an Texten schreiben? Ihr habt Lust in Gesellschaft ein Buch zu lesen oder mal durch den Infoladen zu schmöckern? Der Raum vom Café Lotta steht euch offen! Kaffee, Kuchen, Infoladen. Gemeinsam lesen, lernen, chillen und arbeiten mit Snacks und Heißgetränken.
ab 14:00 bis open end

Dienstag, 15. Feber – Solidarisch gegen Corona – Filmabend

Solidarisch gegen Corona – Filmabend

Wir zeigen eine Doku zu Impfgegner*innen und wer davon profitiert. Vor rund zehn Monaten startete die weltweite Corona-Impfkampagne. Zahlreiche Impfgegner steuern dagegen. Wer sind diese Menschen? Welche Motive verfolgen sie und wovor haben sie Angst?  Anhand der Meinung verschiedener Experten wird die aktuelle Entwicklung innerhalb der Anti-Impf-Bewegung beleuchtet. Es geht um finanzielle Mittel und wirtschaftliche Interessen, alternative Behandlungsmethoden und Spezialkliniken, Propaganda und rhetorische Mittel, die die Impfgegner einsetzen. Seit der Schweinegrippe haben politische Extreme und Verschwörungstheorien rund um das Thema Impfung zugenommen. Die Porträts der aktuellen oder ehemaligen Impfgegner und -skeptiker machen deutlich, wie sehr die eigene Lebensgeschichte die Impfentscheidung eines Menschen beeinflusst.
Bar und Küche für alle ab 18 Uhr, Filmstart 19:00 im Café Lotta

Freitag, 11. Feber – Infokränzchen @Café Lotta

(ab jetzt immer freitags)
Ihr wollt nicht mehr zuhause allein an Texten schreiben? Ihr habt Lust in Gesellschaft ein Buch zu lesen oder mal durch den Infoladen zu schmöckern? Der Raum vom Café Lotta steht euch offen! Kaffee, Kuchen, Infoladen. Gemeinsam lesen, lernen, chillen und arbeiten mit Snacks und Heißgetränken.
ab 14:00 bis open end

Dienstag, 8. Februar – Solidarisch gegen Corona – Filmabend

Wir zeigen’konformistische Rebellen’, eine österreichische DokumentationSeit Ende 2019 befinden wir uns in der weltweiten Corona-Pandemie und auch 2021 ist kein Ende in Sicht. Der Presseservice Wien – Medienprojekt zur Dokumentation sozialer Bewegungen und (extrem) rechter Mobilisierungen in Zentral- und Osteuropa – berichtete von Beginn an über die verschwörungsideologischen Corona-Demonstrationen in Wien und Umgebung.Ein Filmprojekt wurde in Kooperation mit dem “Forum gegen Antisemitismus” und mit Unterstützung der “Österreichischen Hochschüler*innenschaft an der Universität Wien” umgesetzt.
ab 18:00 Bar und Küche für alle, Filmstart 19:00