Mein Recht auf Kommunikation wurde während der Corona-Zeit verletzt

Ich will meinen Namen nicht sagen.
Ich bin 24 Jahre alt.
Ich höre nicht gut.
Das ist schon so, seit ich auf der Welt bin.
Ich trage Hörgeräte auf beiden Ohren.
Ich darf heute eine Rede halten.
Das macht mich stolz.

Es geht um ein Thema, das nicht gerecht ist.
Man hat mir nicht erlaubt zu reden.
Das ist passiert, als Corona war.
Da mussten alle Menschen eine Maske tragen und sich testen lassen.
Ich war mit einer anderen Person in Innsbruck.
Wir waren am Landhausplatz.
Draußen mussten die Menschen auch FFP2 Masken tragen.
Also haben wir auch eine Maske getragen.
Die andere Person wollte mir etwas sagen.
Dafür hat sie die Maske kurz runter gemacht.
So konnte ich sehen, was sie mit dem Mund sagt.
Das muss ich machen, weil ich nicht so gut höre.
Wenn ich den Mund der anderen Person nicht sehe, verstehe ich nicht, was sie sagt.
Als die andere Person die Maske runter gemacht hat, kam ein Polizist.
Der Polizist hat gesagt, die Maske muss wieder rauf.
Wir haben dem Polizist erklärt, warum die Maske kurz runter war.
Ich habe gesagt, dass ich nicht gut hören kann.
Und dass ich sehen muss, was die andere Person mit dem Mund sagt.
Ich habe dem Polizist auch meinen Ausweis für Behinderte gezeigt.
Der Polizist hat gesagt, das ist okay.
Aber er wollte den Namen und die Adresse von der anderen Person.
Die andere Person hat gefragt, warum der Polizist das will.
Ich habe das nicht gehört, weil der Polizist eine Maske getragen hat.
Die andere Person hat mir später erzählt, dass der Polizist nicht gesagt hat, warum er das will.
Nach dem Gespräch mit dem Polizist sind wir weiter gegangen.
Wir haben uns Zeichen gegeben, weil ich nicht so gut verstehen kann, wenn jemand mit Maske redet.
Als wir in die Maria Theresien Straße gegangen sind, wollte ich etwas wissen.
Die andere Person konnte mir das nur sagen, wenn sie die Maske kurz runter macht.
Wir haben gesehen, dass uns der Polizist die ganze Zeit gefolgt ist.
Das war komisch.

Nach einem Monat hat die andere Person einen Brief bekommen.
In dem Brief stand, dass sie die Maske nicht getragen hat und nicht tragen wollte.
Wir mussten nachdenken, was an dem Tag passiert ist.
Dann haben wir uns an den Polizist erinnert.
Wir haben gedacht, wir haben nichts falsch gemacht.
Wir haben gesagt, dass wir das nicht so sehen.
Dann mussten wir vor Gericht.
Ich habe im Internet nachgelesen.
Und ich habe bei Beratungsstellen für Gehörlose nachgefragt.
Da habe ich erfahren, dass Menschen, die nicht gut hören und die Menschen, die mit ihnen sind, keine Maske tragen müssen.
Es gibt auch ein Gesetz dafür.
Vor Gericht haben sie mir keinen Dolmetscher gegeben.
Ich musste drei Mal vor Gericht erzählen, was passiert ist.
Ich habe gesagt, dass alle Menschen miteinander reden dürfen.
Das ist ein Recht, das alle Menschen haben.
Und dass es sehr wichtig ist, miteinander reden zu können.
Ich habe auch das Gesetz gezeigt.
Aber das hat nicht geholfen.
Der Polizist, der den Namen und die Adresse von der anderen Person wollte, hat eine bessere Stelle bekommen.
Vor Gericht konnte ich ihn kaum anschauen.
Wir mussten 3.000 Euro Strafe zahlen.
Nur weil die andere Person mir etwas sagen wollte und dafür die Maske kurz runter gemacht hat.
Das macht mich wütend und traurig.
Ich denke daran, wie einige Menschen ihren Job nicht gut machen.
Sie tun anderen Menschen weh, um selbst besser dazustehen.
Danke, dass ihr mir zugehört habt.

Ich will ernst genommen werden!

Letzte Woche haben mir Menschen 130 Mal Hilfe angeboten.
Das klingt erstmal nett.
Aber warum haben sie das gemacht?

Sie haben mir zum Beispiel geholfen:

  • Einen Stuhl wegzurücken.
  • Den Knopf im Aufzug zu drücken.
  • Türen aufzumachen.
  • Flaschen aufzumachen.
  • Meine Einkäufe einzupacken.

Das klingt immer noch nett.
Aber ich frage mich:
Würden sie mir auch helfen, wenn ich keine Hilfs-Mittel hätte?
Ich glaube: Nein.

Von den 130 Malen habe ich 120 Mal gesagt: NEIN, Ich brauche keine Hilfe.
Aber die Menschen haben mir trotzdem 50 Mal geholfen.
Sie haben nicht auf mein Nein gehört.
Sie dachten, sie wissen besser, was ich brauche.
Aber ist das wirklich so nett?
Wer hat davon etwas?
Ich nicht.
Aber die Menschen, die geholfen haben, fühlen sich besser.

Die Menschen, die nicht auf mein Nein gehört haben, sind immer noch besser als die Menschen, die nicht gefragt haben.
40 Mal in der Woche haben Menschen mir einfach so geholfen.
Sie haben nicht gefragt.
Das ist nicht in Ordnung.
Das ist, als ob sie in mein Haus kommen, ohne zu fragen.
Ich fühle mich dann nicht gut.
Ich fühle mich, als ob meine Meinung nichts wert ist.

Was bedeutet das für mich?
Ich gehe nicht so gerne alleine raus.
Ich nehme meine Hilfs-Mittel oft nicht mit.
Ich habe Angst, dass die Leute zu weit gehen.

Jeden Tag muss ich nachdenken.
Ich frage mich: Sorge ich für meine Gesundheit?
Aber dann muss ich vielleicht schlechtes Verhalten von anderen ertragen.
Oder ich mache zu viel und das ist nicht gut für meine Gesundheit.
Aber dann kann ich besser auf meine Gefühle achten.

Niemand sollte so eine Entscheidung treffen müssen.
Aber viele Menschen müssen das tun.
Ich wünsche mir, dass Menschen mit Behinderung mehr zugetraut wird.
Und dass ein „Nein“ von uns genauso wichtig ist wie von Menschen ohne Behinderung.

Menschen mit Behinderungen im Krieg

Hallo Freundinnen und Freunde!
Ich möchte euch heute sagen:
Wir kämpfen nicht nur gegen das Ungerechte gegen Menschen mit Behinderungen.
Wir kämpfen auch gegen Krieg.

Menschen mit Behinderungen haben es oft schwerer in Kriegen.
Das ist schon immer so.
Wenn du zum Beispiel im Rollstuhl sitzt, kannst du nicht schnell weglaufen.
Wenn du nichts hören kannst, hörst du keine Warnung.

In vielen Ländern, in denen Krieg ist, haben es Menschen mit Behinderungen besonders schwer.
Sie haben oft nicht genug Medizin oder Hilfe.

Wenn ich morgens aufwache, denke ich oft an Menschen mit Behinderungen in anderen Ländern.
Zum Beispiel an Menschen in Gaza.
Das ist ein Gebiet, in dem es viel Krieg gibt.
Dort gibt es zum Beispiel Menschen, die eine spezielle Behandlung brauchen.
Aber während der Behandlung ging der Strom aus.
Oder Kinder, die kein Brot oder keinen Rollstuhl finden können.

Ich sehe oft schlimme Bilder in den sozialen Medien.
Zum Beispiel von Babys, die in einem Krankenhaus gestorben sind.
Das macht mich sehr traurig.

In Gaza gibt es schon seit vielen Jahren Probleme.
Menschen mit Behinderungen bekommen oft nicht genug Hilfe.
Sie haben oft nicht genug Medizin oder Essen.
Manche haben ihre Hilfen durch Bomben verloren.

Wir wissen nicht genau, wie viele Menschen verletzt wurden.
Aber es waren sehr viele.
Viele Menschen werden ihr Leben lang Probleme haben.
Weil sie zum Beispiel ein Bein verloren haben.

Wir kämpfen für eine Welt, in der alle Menschen gleich sind.
In der alle Menschen sicher und frei leben können.
Eine Welt ohne Krieg und Gewalt.

Wir kämpfen gegen die schlechte Behandlung von Menschen mit Behinderungen.

Wir sind alle zusammen.
Wir sind solidarisch.
Das bedeutet, wir helfen uns gegenseitig.

Das Thema ist Barrierefreiheit.

Innsbruck hat sich in den letzten 50 Jahren verändert.
Früher gab es viele Barrieren in der Stadt.
Barrieren sind Dinge, die Menschen mit Behinderungen den Weg versperren.
Jetzt gibt es weniger Barrieren in der Stadt.
Das ist gut für Menschen mit Behinderungen.
Sie können sich jetzt besser in der Stadt bewegen.

Man sieht jetzt mehr Menschen mit Behinderungen in der Stadt.
Das liegt an den vielen Verbesserungen.
Zum Beispiel gibt es weniger Treppen und mehr Rampen.
So können Menschen mit Rollstuhl besser in der Stadt unterwegs sein.
Das ist wichtig, damit alle Menschen zusammen leben und sich treffen können.

Die Verbesserungen in der Stadt sind von Menschen gemacht.
Manchmal gibt es noch Barrieren.
Das liegt daran, dass Menschen nicht immer an alle denken.
Wir müssen uns daran erinnern, dass alle Menschen das Recht haben, die Stadt zu nutzen.

Es gibt viele Regeln und Tipps, wie man Barrieren abbauen kann.
Es gibt zum Beispiel Beratungsstellen.
Dort arbeiten Experten, die wissen, wie man Barrieren abbaut.
Sie können helfen, wenn es um den Bau von Gebäuden geht.
Sie können auch helfen, wenn es um Dienstleistungen für Menschen mit Behinderungen geht.
Wir kämpfen schon lange dafür, dass es weniger Barrieren gibt.
Wir sagen das auch laut und deutlich.

Aber es gibt noch immer viele Barrieren.
Das liegt daran, dass viele Menschen nicht betroffen sind.
Sie denken, dass Barrierefreiheit nur für Menschen mit Behinderungen wichtig ist.
Aber das ist nicht richtig.
Barrierefreiheit ist wichtig für alle Menschen.

Deshalb sind Veranstaltungen wie diese wichtig.
Sie erinnern uns daran, dass alle Menschen das Recht haben, überall dabei zu sein.
Das nennt man Teilhabe.
Teilhabe ist ein Menschenrecht.
Teilhabe ist nur möglich, wenn es Barrierefreiheit gibt.
Das betrifft auch dich!
Wir werden weiter dafür kämpfen.
Denn ohne Barrierefreiheit gibt es keine Teilhabe.

Leichte Sprache

Bild-Beschreibung:

Der Hintergrund ist hell-grün.
Es gibt eine graue Mauer.
Eine große Kugel macht die Mauer kaputt.
Die Kugel ist halb dunkel-grün und halb gift-grün.

Es steht für das Kaputt-Machen einer einer Barriere.
Das bedeutet, etwas was im Weg steht, wird weg gemacht.
Wie wenn man eine Wand in einem Zimmer weg macht.
Dann kann man besser durch das Zimmer gehen.

Auf dem Bild steht auch ein Text.
Der Text sagt: „Wir kämpfen, bis alle Barrieren fallen!“
Das bedeutet: Wir wollen, dass alle Hindernisse weg sind.

Über dem Text ist noch ein kleinerer Text.
Der Text sagt: „Heraus zum internationalen Tag der Menschen mit Behinderung(en).“
Das bedeutet: An diesem Tag denken wir besonders an Menschen mit Behinderungen.

Unter dem Bild steht noch mehr Text.
Der Text ist dunkel-grün.
Der Text sagt: „Komm zur Demo für Barrierefreiheit!“
Das bedeutet: Es gibt eine Veranstaltung. Du sollst dabei sein.
Bei dieser Veranstaltung wollen wir, dass alle Menschen überall hinkommen können.

Unter dem Text steht noch ein Datum und ein Ort.
Das Datum ist der 3.12.2024
Die Zeit ist 17:30 Uhr.
Der Ort ist der Landhausplatz in Innsbruck.
Das bedeutet: Die Veranstaltung ist am 3. Dezember um halb 6 am Landhausplatz in Innsbruck.

Hast du eine Behinderung?

Wenn ja, super! 

Wir laden dich ein. 

Zu unserer Demonstration für Barrierefreiheit. 

Wenn nein, ist es auch ok. 

Du darfst trotzdem kommen.

Die Demo ist am 3.12. um 17:30, am Landhausplatz

Am 3.12 ist ein besonderer Tag. 

Es ist der Tag der Menschen mit Behinderung. 

In Innsbruck gibt es viele Hindernisse. 

Diese Hindernisse sind nicht nur Dinge, die im Weg sind. 

Es sind auch Meinungen von Menschen. 

Diese Menschen denken nicht an Menschen mit Behinderung.

Oder sie denken schlechte Dinge über Menschen mit Behinderungen.

Sie möchten Menschen mit Behinderungen ausschließen.

Mit einer Demonstration möchten wir darauf aufmerksam machen. 

Wir kämpfen für eine neue Gesellschaft. 

Gesellschaft ist eine große Gruppe von Menschen.

Zum Beispiel die Menschen in Österreich.

Wir wollen eine neue Gesellschaft, inder man an alle Menschen denkt. 

Und alle Menschen wichtig sind.

Es gibt eine Unterdrückung, die Frauen betrifft. 

Statistiken sagen: Behinderte Frauen und Menschen, die als Frauen wahrgenommen werden, erleben oft sexuelle Gewalt. 

Sexuelle Gewalt heißt zum Beispiel:

Ein Mann fasst eine Frau an. Die Frau will das nicht.

Jede dritte Frau ohne Behinderung erlebt Gewalt. 

Sobald sie 15 ist, erlebt sie diese Gewalt.

Bei Frauen mit Behinderung passiert das 3 mal öfter!

Das ist sehr schlimm.

Wir wollen etwas dagegen unternehmen.

Es gibt Regeln vom Staat für Behinderte.

Menschen mit Behinderung werden von Menschen ohne Behinderung getrennt. 

Das passiert schon in der Schule. 

Sie gehen in besondere Schulen. 

Dort werden sie streng behandelt. 

Später arbeiten sie in Werkstätten. 

Dort werden sie ausgenutzt. 

Das nennt sich Ausbeutung.

Sie verdienen wenig Geld. 

Und sie müssen langweilige und schwere Arbeiten machen.

Das ist sehr unfair.

Wir wollen etwas dagegen unternehmen.

Wir wollen eine gerechte Zukunft!

Wir wollen auch in normale Schulen, ins Restaurant, in die Bar oder in den Nacht-Club gehen.

Das ist unser Recht.

Wir sind Teil der Gesellschaft.

Das steht uns zu.

Die schlechten Dinge, die in der Nazi-Zeit passiert sind, müssen geklärt werden. 

Die Nazis haben viele Menschen mit Behinderung und kranke Menschen umgebracht.

Das war vor ca. 80 Jahren.

Es war eine schreckliche Zeit.

Wir müssen daraus lernen!

Behinderte und nicht behinderte Menschen werden immer noch aufgeteilt.

Diese Einteilung ist schlecht.

Es wäre besser, alle Menschen gleich zu behandeln.

Denn alle sind gleich viel wert.

Wenn alle zusammen sind, kann niemand ausgeschlossen werden.

Wir wollen eine neue Gesellschaft!

In dieser Gesellschaft geht es nicht nur um Arbeit und Leistung.

Du bist auch wichtig, wenn du nicht arbeiten kannst.

Alle Menschen sind ein Teil der Welt. 

Jeder Mensch hat das Recht auf ein gutes Leben.

Wir wollen Gleichheit.

Wir wollen Freiheit.

Wir wollen Würde. Würde heisst soviel wie Respekt. 

Dafür werden wir kämpfen. 

Wenn du auch so denkst, kannst du dich uns anschließen.

Komm zur Demonstration.

Du kannst mit uns kämpfen.

Zusammen sind wir stärker.

Barrierefrei bei der Demo:

  • Du findest weiter unten eine Karte von der Demo-Route.

Auf der Karte siehst du, wo die Toiletten sind.

Und du siehst, wo du lang gehen musst.

  • Es wird am Landhausplatz eine Feuerschale geben.

Eine Feuerschale ist eine Schale, in der ein Feuer brennt.

So ist es nicht so kalt.

  • Es gibt Ohrstöpsel.

Ohrstöpsel sind kleine Dinge, die du in deine Ohren stecken kannst.

Dann ist es nicht so laut.

Wenn du welche hast, bring sie bitte mit.

Wenn du keine Ohrstöpsel hast bekommst du welche von uns.

  • Wenn viele Leute bei der Demo sind, dann ist es vorne laut.

Und hinten ist es leiser.

  • Ein Auto hat mindestens 4 freie Plätze.

Wenn du einen Platz im Auto brauchst, schreib uns eine E-Mail.

Unsere E-Mail-Adresse ist: demo_bis_alle_barrieren_fallen@riseup.net

  • Auf dem Weg der Demo sind Straßenbahn-Schienen.

Sei vorsichtig, damit du nicht stolperst oder dein Rollstuhl hängen bleibt.

  • Die Polizei ist auch da.

Sie fahren Autos mit blauen Lichtern.

  • Es können viele Leute da sein.

Dann kann es passieren, dass dich jemand berührt.

Zum Beispiel, wenn jemand an dir vorbei geht.

Bild-Beschreibung

Das Bild zeigt eine Karte von der Stadt.
Auf der Karte siehst du den Weg für eine Demo.
Demo bedeutet: Viele Menschen gehen zusammen auf der Straße.
Sie zeigen, was sie denken oder wollen.

Die Demo beginnt und endet am Landhausplatz in Innsbruck.
Am Landhausplatz gibt es eine Feuerstelle.
Und es gibt eine Toilette.
Du kannst die Toilette kostenlos benutzen.
Aber die Toilette ist nicht für alle Menschen einfach zu benutzen.
Zum Beispiel für Menschen im Rollstuhl.

Die Demo geht dann über eine Straße.
Die Straße heißt Salrurner Straße.
Die Demo geht bis zum Hauptbahnhof.

Beim Hauptbahnhof machen die Menschen eine Pause.
Sie reden miteinander und zeigen, was sie denken oder wollen.
Das nennt man Zwischenkundgebung.

Beim Hauptbahnhof gibt es auch Toiletten.
Diese Toiletten kann jeder benutzen, auch Menschen im Rollstuhl.
Aber du musst Geld bezahlen, um die Toilette zu benutzen.

Danach geht die Demo weiter.
Sie geht über die Brixner Straße und die Wilhelm-Greil-Straße.
Und dann geht die Demo zurück zum Landhausplatz.

25. November 2024

!Vivas nos queremos!

Wir wollen uns lebend!

We want us alive!

Den 25. November, int. Tag gegen patriarchale Gewalt, begehen wir dieses Jahr als tirolweites Bündnis in Erinnerung an die Mirabal-Schwestern Patria, Minerva und María.

Diese organisierten in den 50ern den Widerstand gegen den grausamen Diktator der Dominikanischen Republik Rafael Trujillo. An der Universität kämpften die drei Schwestern unter dem Decknamen Las Mariposas (die Schmetterlinge) und liessen sich auch durch die Inhaftierung ihrer ebenfalls politisch aktiven Ehemänner nicht einschüchtern. Sie wurden zu Anführerinnen der Revolution. Ihre Popularität wurde so groß, dass der Diktator einen Aufstand befürchtete. Also plante er einen Hinterhalt zu ihrer Ermordung. Er gestattet ihnen, ihre Ehemänner zu besuchen, um sie auf der Rückfahrt vom Gefängnis, am 25.11.1960, durch den dominikanischen Geheimdienst brutal ermorden zu lassen. Der Anschlag wurde zwar als Autounfall getarnt, doch das Verbrechen wurde durch die Familie enttarnt. In ihrer Wut um den Mord an den Schwestern verlor die Bevölkerung die Angst und der Diktator wurde in einem Attentat getötet . Daraufhin fanden die ersten demokratischen Wahlen statt und die finstere Zeit der Diktatur war vorüber. 

Um die Mirabal-Schwestern unvergessen zu machen, riefen Feminist*innen in Kolumbien1981 den 25. November zum Gedenktag für die Opfer patriarchaler Gewalt aus. Seit 1991 ist der Gedenktag von den Vereinten Nationen anerkannt.

Dienstag, 19.11. Rechtshilfeinput vor dem 25.11. ab 19:00 im Café Lotta
Kommt zum Rechtshilfe Input der lokalen Rechtshilfegruppe antirep_ibk im Cafe Lotta. Pünktlich vor der Demo zum 25. November bekommt ihr einige Informationen und Fragen beantwortet. Bitte beachtet, das Treffen ist flinta* only.
Alerta Feminista!

Trans Day of Remembrance – after Demo Barabend
Du möchtest nach der Demo nicht alleine sein? Dann komm am Mittwoch 20.11. ab ca 19:30 ins Café Lotta.
Wir treffen uns, um gemeinsam zu chillen, uns auszutauschen und uns zu connecten.

Kreativ Abend – Textilien am Freitag, 22. November ab 19:00 im Café Lotta
Kommt vorbei zum Kreativabend wo wir unsre Textilien bereit für die Demo am 25.11., dem internationalen Tag gegen genderbasierte Gewalt, und jeden Tag danach machen.
Wir wollen gemeinsam Patches malen, sie auf unsre Kleidung sticken, mit Linolplatten Gewand bedrucken, Zeug zerschneiden, und uns austauschen. Lasst uns gemeinsam bereit für eine starke Demo am 25.11. machen! Kommt vorbei und nehmt Gewand mit, das ihr aufpeppen wollt.
Währendessen normaler Barbetrieb mit gutem Essen 🙂

FLINTAs Brunch am Sonntag, 24.11 ab 10:00 im Il Corvo Wir laden alle Frauen, Lesben, Inter-, , Nonbinary-, Trans-und Agenderpersonen zum gemeinsamen Frühstück mit Austausch ein. Bringt eure Freundinnen mit!
Getränke: Fixpreis, Brunch: Spende

Sonntag, 24.11. ab 17:00 im Café Lotta
Filmabend mit anschl. DiskussionLas Mariposas
Die Mirabel-Schwestern organisierten den Kampf gegen die Trujillo-Diktatur in der Dominikanischen Republik und wurden dabei zu Märtyrerinnen. Ihr Vermächtnis ist der 25. November, internationaler Tag gegen patriarchale Gewalt.
Patria, Minerva und María sind ein Symbol für den Mut, die Anstrengungen und die Opfer aller Frauen* weltweit. Durch sie erinnern wir uns jener Vorreiter*innen, die eine fortschrittliche und demokratische Gesellschaft unter allen Umständen verteidigten und deshalb ermordet wurden. Doch der Kampf um die Freiheit ist so mächtig, dass keine Form von Gewalt sie zerschlagen kann!

Donnerstag, 5.12. 18:30 im Café Lotta“Materialistischer Feminismus“
Deckmantel für rassistischen und queer-/transfeindlichen Pseudofeminismus oder sinnvolles Werkzeug im Kampf um Befreiung vom Patriarchat?
Input und Diskussion

Freitag, 6.12. FLI*NTA Freitag: Treffen zu Wohnungslosigkeit bei FLINTA Personen
Frauen, Lesben, inter, nicht-binäre, trans und agender Personen leiden teilweise stärker unter der Wohnungsnot als Durchschnittsmänner. Dies hat auch unter anderen mit Gender-pay-gab und niedrigeren Lohnauszahlungen zu tun, der allgemeinen Schwierigkeit einen Job oder Wohnung zu finden. Housing First wäre eine durchsetzbare Idee, Leute in prekären Situationen zu unterstützen oder ein Stadt für alle Konzept durchzusetzen. Wir wollen an diesem Abend zusammen kommen und über Wohnunglosigkeit bei FLI*NTA Personen diskutieren. Du BIST nicht allein! Komm @19:00 ins Cafe Lotta, es gibt Getränke und Essen

16. November 15:00 Landestheater!!

Palestine Will Win! Aufstehen statt Erstarren!
Erinnert euch: Das palästinensische Volk hat nicht kapituliert und kämpft auch unter diesen Bedingungen weiter um seine Freiheit. Wir müssen die Solidaritätsbewegung fortsetzen und uns weiter gegen Krieg und Völkermord mobilisieren!
Lasst uns zusammen auf die Straße gehen und der Öffentlichkeit zeigen, dass diese Verbrechen nicht rechtzufertigen sind. Palästinas Blut klebt an den Händen der Regierenden Österreichs, Deutschlands und Europas!
Lasst uns Palästina zeigen, dass wir nicht einverstanden sind mit dem, was unsere Politiker*innen und Konzerne anrichten! Wir stehen auf der Seite der unterdrückten Völker, die um ihre Befreiung kämpfen. Lasst uns Palästina Hoffnung geben!Palästina – wir sind deine Stimme!
Kommt alle am Samstag den 16. November um 15:00 an der Annasäule
Nehmt Freundinnen, Familie und Kolleg*innen mit!